


Die diesjährige Waldwoche der Basisstufen des ZKSK Solothurn fand in der ersten Juniwoche statt. Von Montag bis Mittwoch verbrachten wir drei intensive und erlebnisreiche Tage im Wald. Bereits der tägliche Weg dorthin war ein Abenteuer für sich. Was uns besonders freut ist, dass am letzten Tag restlos alle Kinder die Strecke mit dem Velo gemeistert haben. Unser wöchentliches Velotraining auf dem Pausenplatz hat sich gelohnt und die Kinder waren richtig stolz.
Das Wetter zeigte sich abwechslungsreich. Die regnerischen Tage waren dank angenehmen Temperaturen für alle gut zu meistern. Eine grosse Plane über dem Feuerplatz bat uns Schutz und wurde zum Zentrum unseres Waldlagers. Jeden Morgen begannen wir den Tag mit einem gemeinsamen Feuerritual. Alle Kinder halfen mit, das Feuer zu entfachen und zu pflegen. Daraus entstand ein schönes Gefühl von Gemeinschaft.
Über dem Feuer bereiteten wir mit den Kindern zusammen feine Mahlzeiten zu. Rüebli-Mascarpone-Reis, Cervelats mit Brot und als besondere Leckerei geschmolzene Schokolade, liebevoll dekoriert mit selbst gesammelten Frühlingsblüten. Nach dem gemeinsamen Znüni durften die Kinder nach Herzenslust spielen, entdecken und mit Naturmaterialien bauen – der Wald bot unzählige Möglichkeiten für Kreativität und Fantasie. Beim gemeinsamen Musizieren rund ums Feuer kam richtige Lagerstimmung auf. Als Inspiration haben wir den Kindern eine Geschichte zum Thema Bauen erzählt. Hase, Fuchs und Maus hatten lustige Pläne zusammen im Wald. Am letzten Tag hat unser Schüler Noel Ritz einer Gruppe von Kindern die ganze Geschichte noch einmal vorgelesen. Seinen Applaus zum Ende der Geschichte hat er sehr genossen.
Ein besonderes Highlight erwartete die Kinder am Donnerstagabend. Die Schule verwandelte sich in ein Zeltlager und wer Lust hatte, durfte in der Schule übernachten. Zwei grosse Tipizelte wurden aufgestellt, das Abendessen wurde im Garten über dem Feuer gekocht, und gemeinsam mit den Kindern bereiteten wir ein feines Dessert zu. Eine Gutenachtgeschichte mit unseren Basisstufenfiguren, dem Eichhörnchen Pinsi und der frechen Maus Julia, wurde draussen aufgeführt und sorgte für viele strahlende Gesichter. Einige Kinder wurden später am Abend abgeholt, sie durften erstmals Zeltlagerluft schnuppern und wurden hoffentlich neugierig auf eine Übernachtung im nächsten Jahr. Die Kinder kuschelten sich nebeneinander in ihre zurechtgelegten Nachtlager zwischen ihre liebsten Plüschtiere und Kissen, während die Erwachsenen Schlaflieder sangen. Nachdem einige Kinder sofort einschliefen, flüsterten und kicherten andere noch lange, bis es schliesslich ganz ruhig wurde und alle zufrieden schliefen. Alle Kinder meisterten die Übernachtung mit Bravour und niemand musste abgeholt werden.
Am Freitagmorgen verwöhnten uns die Eltern mit leckeren Zutaten zu unserem gemeinsamen Brunch. Stolz, erfüllt und müde machten sich die Kinder anschliessend mit ihren Eltern oder Grosseltern auf den Heimweg.
Ein herzlicher Dank geht an alle helfenden Hände und an die Therapeutinnen, die uns in dieser unvergesslichen Woche begleitet und unterstützt haben.