13. Juni 2025

Öffentlicher Anlass Inklusion

Am 8. Mai 2025 fand in der Turnhalle des Schul- und Therapiezentrums in Solothurn ein öffentlicher Anlass zum Thema: «Wie gelingt Inklusion im ersten Arbeitsmarkt?» statt.

Zum Auftakt regte Jonas Staub, Sozialunternehmer und Inklusions-Experte, Gründer von Blindspot mit seinem Inputreferat und grosser Erfahrung im Thema zum Nachdenken an. Vor allem machte er aber auch Mut, die Inklusion anzugehen und keine Angst vor Fehlern zu haben, die zum Prozess gehören.

Moderiert wurde der Anlass von Reto Held, Journalist SRF. Am Beispiel der auf dem Podium platzierten Hürde holte er das Publikum zum Thema Inklusion ab.

Augenfällig wurde, dass einerseits ein grosser Teil der knapp 100 anwesenden Interessierten die Inklusion als unbestrittenen Mehrwert für die Gesellschaft betrachtet, viele bezüglich Einschätzung der Umsetzung der Inklusion aber ein schlechtes Zeugnis ausstellten und hohen Entwicklungsbedarf sehen.

In der anschliessenden Podiumsdiskussion mit Stephanie Burri, Personalverantwortliche Wyss Samen & Pflanzen AG, Daniel Dietschi, Co-Institutionsleiter Stiftung Theresiahaus Solothurn und Projektverantwortlicher des Solothurner Inklusionshotels «Roter Ochsen», Regine Knöpfli, Ausbildungsberaterin IV Solothurn und Franziska Roth, Ständerätin Kanton Solothurn (SP) wurde das Thema in seiner ganzen Breite diskutiert. Stephanie Burri berichtete über den natürlichen Umgang mit dem Thema in ihrem Betrieb, der dafür 2023 mit dem Sozialstern des Kantons Solothurn ausgezeichnet wurde. Daniel Dietschi berichtete von Erfahrungen im ersten Inklusionshotel in Solothurn. Regine Knöpfli sprach über Unterstützungsmöglichkeiten der IV in der Begleitung von Lernenden mit besonderen Bedürfnissen und brach eine Lanze für die Sonderbeschulung an Institutionen wie dem ZKSK, weil sich nicht alle Schüler:innen sofort integrieren liessen. Franziska Roth zeigte auf, dass von Seiten Politik bezüglich Inklusion zu viele und zu hohe Hürden im Wege stehen. Sie versteht die Inklusion als Menschenrecht und versteht ihren politischen Auftrag unter anderem auch darin in diesem Thema viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

Reto Held verstand es, das Publikum gut zu aktivieren und die Anwesenden in die Diskussionen auf dem Podium zu involvieren.

Nach spannenden Diskussionen ging es beim anschliessenden Apéro riche, köstlich zubereitet, präsentiert und serviert durch Mitarbeitende und Lernende vom Theresiahaus Solothurn, darum, die Themen mit anderen Anwesenden zu vertiefen.

Wir bedanken uns für das grosse Interesse am erstmals durchgeführten Anlass.

Copyright Bilder: Sofiia Roshchyna